Tsuchiya Kaban

Tsuchiya Kaban Lederwarengeschäft

Tsuchiya Kaban hat zwar ein Ladengeschäft in Kyōto; bei dem 1965 gegründeten Unternehmen handelt es sich aber um einen Tōkyōter Handwerksbetrieb. Daß ich in meinem Blog dennoch über Tsuchiya Kaban berichte, zeigt wie beeindruckt ich von der Qualität der Produkte bin. Eine Qualität, die sich auf der Firmenphilosophie von Tsuchiya Kaban gründet, und die sich in allen Aspekten des Unternehmens zeigt – von der sorgfältigen Materialauswahl über die kreative Produktentwicklung bis hin zum erfolgreichen Marketing. Tsuchiya Kaban betrachtet den Geruch des Leders als integralen Bestandteil des Designs der Lederwaren und ist darum bemüht, die Hingabe, mit welcher die Handwerker ihrer Arbeit nachgehen, im fertigen Produkt sichtbar zu machen.

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Teesiebe

Teesieb aus Kupferdraht

Gerade die Dinge, die man täglich benutzt, sollten von guter Qualität sein. Und das führt uns heute in den Handwerksbetrieb Tsujiwa Kanaami, wo Küchengeräte aus Drahtnetz (kanaami) hergestellt werden. Im südlich des Kyōto Gyoen gelegenen Ladengeschäft findet man aus Kupfer oder rostfreiem Stahl gefertigte Küchenhelfer wie Teesiebe (chakoshi), Drahtkörbe (teami-kago) und Hängekörbe (tsuri-kago) für die Aufbewahrung von Lebensmitteln, Schöpfkellen für gekochten Tōfu (yudōfu-shakushi), Grillroste (yakiami), Abtropfgitter (mizukiri-ami) und Abtropfkörbe (mizukiri-kago) in verschiedenen Größen und Formen sowie Kochgeschirr für das Grillen (ginnan-iri) und Dämpfen von Speisen (seiro). 

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Teedosen

Teedosen mit Patina

In diesem Jahr möchte ich eine neue Serie innerhalb meines Blogs beginnen und in loser Abfolge einzelne traditionsreiche Geschäfte und Handwerksbetriebe Kyōtos vorstellen. Ich habe schon vor einiger Zeit einen persönlichen Einkaufsführer zum Thema «Made in Kyōto» geschrieben und will diese Arbeit nun fortführen.

Kaikadō stellt seit 1875 Teedosen (chazutsu) in verschiedenen Größen aus KupferWeißblechMessing und Silber her. Die Schönheit der handgefertigten Dosen offenbart sich erst im Lauf der Zeit, wenn die Teedosen nach Jahren der täglichen Handhabung einen für Metall ungewöhnlich warmen Farbton und angenehm sanften Glanz annehmen.

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Made in Kyōto

japanische Papierschirme

Ich habe entschieden, den Einkaufsführer für die traditionsreichen Geschäfte Kyōtos (shinise) unter der Prämisse finanzieller Unabhängigkeit zu schreiben. Wenn ich finanziell unabhängig wäre, dann würde ich ein Leben im Stil des englischen Privatgelehrten Richard Ponsonby-Fane führen wollen; ich würde ein Haus am Fluß haben (zwischen Imadegawa- und Kitaōji-dōri) mit Blick auf die östlichen Berge – „ein Haus, das zwar nicht nach der neuesten Mode erbaut und auch nicht prächtig ausgestattet ist, das aber über einen geschmackvoll angelegten Garten mit alten Bäumen und wild wachsenden Pflanzen verfügt; ein Haus, wo das Holz des Lattenzaunes und der offenen Veranda meisterhaft verarbeitet sind und zufällig herumliegende Gegenstände an den unbekümmerten Lebensstil vergangener Zeiten erinnern.“

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Nishijin Viertel

Papierlaterne und Noren in Kamishichiken

Das alte Viertel der Seidenweber reicht von Kuramaguchi-dōri im Norden bis Nakadachiuri-dōri im Süden, und von Horikawa-dōri im Osten bis Shichihonmatsu-dōri im Westen. Der Name des Stadtviertels, Nishijin, bedeutet wörtlich übersetzt „westliches Feldlager“; er stammt aus der Zeit des Ōnin-Krieges (1467-1477), als die Truppen des Daimyō Yamamasa Sōzen, dem Oberbefehlshaber der westlichen Armee, hier ihr Lager hatten. Die Weber, die während des Krieges in die benachbarte Handelsstadt Sakai geflohen waren, ließen sich nach ihrer Rückkehr in dem aufgegebenen Lager nieder und die dort hergestellten kostbaren Brokatstoffe wurden unter dem Namen Nishijin-Ori im ganzen Land bekannt.

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