Tsuchiya Kaban

Tsuchiya Kaban Lederwarengeschäft

Tsuchiya Kaban hat zwar ein Ladengeschäft in Kyōto; bei dem 1965 gegründeten Unternehmen handelt es sich aber um einen Tōkyōter Handwerksbetrieb. Daß ich in meinem Blog dennoch über Tsuchiya Kaban berichte, zeigt wie beeindruckt ich von der Qualität der Produkte bin. Eine Qualität, die sich auf der Firmenphilosophie von Tsuchiya Kaban gründet, und die sich in allen Aspekten des Unternehmens zeigt – von der sorgfältigen Materialauswahl über die kreative Produktentwicklung bis hin zum erfolgreichen Marketing. Tsuchiya Kaban betrachtet den Geruch des Leders als integralen Bestandteil des Designs der Lederwaren und ist darum bemüht, die Hingabe, mit welcher die Handwerker ihrer Arbeit nachgehen, im fertigen Produkt sichtbar zu machen.

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Kyōto Loft Kaufhaus

im Kaufhaus

Bei meinen ersten Japan-Aufenthalten habe ich für Japan Kyōto typische Dinge wie Fächer, Puppen und Kiyomizu-Keramik als Andenken mitgebracht. Aber meiner Erfahrung nach macht man den Daheimgebliebenen – das gilt nicht für die Verwandten und Freunde, die einen in Japan besucht haben – eine größere Freude mit Dingen, für die sie einen Kontext haben. Wie beispielsweise iPhone Hüllen, die es so nur in Japan zu kaufen gibt. Der beste Ort, um Dinge dieser Art zu entdecken, ist das auf Kawaramachi-dōri südlich von Sanjō-dōri gelegene Kyōto Loft Kaufhaus. Um es mit den Worten des Kyōto Visitor’s Guide zu sagen: «Come to LOFT KYOTO and discover all kinds of fun, cute, useful, interesting and amazing modern lifestyle goods!»

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Teesiebe

Teesieb aus Kupferdraht

Gerade die Dinge, die man täglich benutzt, sollten von guter Qualität sein. Und das führt uns heute in den Handwerksbetrieb Tsujiwa Kanaami, wo Küchengeräte aus Drahtnetz (kanaami) hergestellt werden. Im südlich des Kyōto Gyoen gelegenen Ladengeschäft findet man aus Kupfer oder rostfreiem Stahl gefertigte Küchenhelfer wie Teesiebe (chakoshi), Drahtkörbe (teami-kago) und Hängekörbe (tsuri-kago) für die Aufbewahrung von Lebensmitteln, Schöpfkellen für gekochten Tōfu (yudōfu-shakushi), Grillroste (yakiami), Abtropfgitter (mizukiri-ami) und Abtropfkörbe (mizukiri-kago) in verschiedenen Größen und Formen sowie Kochgeschirr für das Grillen (ginnan-iri) und Dämpfen von Speisen (seiro). 

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Teedosen

Teedosen mit Patina

In diesem Jahr möchte ich eine neue Serie innerhalb meines Blogs beginnen und in loser Abfolge einzelne traditionsreiche Geschäfte und Handwerksbetriebe Kyōtos vorstellen. Ich habe schon vor einiger Zeit einen persönlichen Einkaufsführer zum Thema «Made in Kyōto» geschrieben und will diese Arbeit nun fortführen.

Kaikadō stellt seit 1875 Teedosen (chazutsu) in verschiedenen Größen aus KupferWeißblechMessing und Silber her. Die Schönheit der handgefertigten Dosen offenbart sich erst im Lauf der Zeit, wenn die Teedosen nach Jahren der täglichen Handhabung einen für Metall ungewöhnlich warmen Farbton und angenehm sanften Glanz annehmen.

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Higashiyama

Haupthalle des Kiyomizuadera Tempels

Genau 180 Tage, vom 20. September 2009 bis zum 19. März 2010, dauerte mein letzter Aufenthalt in Kyōto. Sechs Monate, in denen ich nichts anderes getan habe als Material für unser Buchprojekt zu sammeln und mir neues Wissen über die Stadt und ihre Menschen anzueignen. In all dieser Zeit habe ich die Kyōto so gut wie nie verlassen – ehrlich gesagt, kam es selten genug vor, daß ich Grund hatte, mich südlich des Hauptbahnhofs zu bewegen – ich war glücklich und zufrieden, wo ich war, auch wenn (oder vielleicht sogar weil) ich wußte, daß ich in der mir zur Verfügung stehenden Zeit, nicht all das würde sehen und lernen können, was es in Kyōto zu entdecken und zu verstehen gibt.

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Fahrrad fahren

Fahrradfahrer

Das Fahrrad ist zweifelsohne das praktischste und billigste Transportmittel in Kyōto, alldieweil das Stadtgebiet keine nennenswerten Steigungen enthält, man mit dem Fahrrad meistens schneller ans Ziel kommt als mit dem Bus und man Fahrräder einfach leihen bzw. günstig gebraucht kaufen kann. Wie überall in Japan gibt es auch in Kyōto kaum ausgewiesene Radwege, dafür aber unzählige, parallel zu den Hauptverkehrsstraßen verlaufende Nebenstraßen, in denen man sicher und zügig voran kommt. Und das Fahrradfahren entlang des Flußufers des Kamogawa ist die reinste Freude.

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Bahnfahren

Bahngleise

In Kyōto gibt es zwei städtische U-Bahn Linien und mehrere private Eisenbahnlinien, die mit allen Bahnhöfen auf diesem übersichtlich gestalteten Plan der Bahnlinien Kyōtos eingetragen sind. Die Karasuma-Linie verläuft in nordsüdlicher Richtung unterhalb des Kyōto Hauptbahnhofes und der Karasuma-dōri, während die Tōzai-Linie auf der Höhe von Oike-dōri das Stadtgebiet von Westen nach Osten durchquert; beide Linien kreuzen sich bei der Haltestelle Karasuma-Oike.

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Bus fahren

Stadtbusse

Die Stadt Kyōto besitzt ein gut ausgebautes Busnetz, über achtzig Linien der hellgrünen Stadtbusse sind im Großraum Kyōto unterwegs. Alle Busse, deren Nummern in weißen Zahlen angezeigt werden, verkehren nur innerhalb des Stadtgebietes, d. h. eine Fahrt kostet immer ¥ 230. Busse mit Schwarz dargestellten Nummern hingegen, steuern die Außenbezirke der Stadt an und der Fahrtpreis richtet sich hier nach der zurückgelegten Strecke. Der Einstieg in alle Busse erfolgt über die hintere Tür – bei den in die Außenbezirke fahrenden Busse muß man unbedingt daran denken, beim Einsteigen eine Karte zu ziehen – und ausgestiegen und bezahlt wird vorne beim Fahrer. Hierzu gibt es ausführliche und bebilderte Erklärungen in japanischer und englischer Sprache.

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Adressen finden

eine Straße in Kyōto am frühen Morgen

In Japan basieren Postanschriften nicht auf dem deutschen System von Straßennamen und Hausnummern, sondern auf Verwaltungseinheiten wie Stadtbezirk (-ku) und Stadtteil (-chō). Die japanischen Postadressen sind daher nur bedingt hilfreich, wenn es darum geht, einen bestimmten Ort ohne genaue Wegbeschreibung ausfindig zu machen.

In Kyōto wird neben dem offiziellen System der Postanschrift noch ein weiteres, auf Straßen-kreuzungen basierendes System verwendet. Mittels Zusätze wie higashi-iru (östlich), nishi-iru (westlich), -agaru (nördlich) und -sagaru (südlich) wird die Lage eines Ortes in Bezug auf die genannte Kreuzung angegeben.

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Tourismus Portale

großes Tempeltor

Das offizielle Tourismus Portal Kyōto Kankō Navi listet alle laufenden Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte sowie alle Zeremonien und Feste an den Tempeln und Schreinen der Stadt für den laufenden (und den kommenden Monat) auf; das Portal führt einen Blütenkalender, welcher unter anderem über den aktuellen Stand der Kirschblüte und der Laubverfärbung berichtet und mehrere Datenbanken zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, zu historisch relevanten Informationen sowie zu Hotels, Geschäften und Restaurants. Allerdings nur in japanischer Sprache!

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