Gion Matsuri

Shijō-dōri am Abend vor dem Umzug

Das Gion Matsuri in Kyōto gehört zu den drei bedeutendsten Festen in Japan und jedes Jahr strömen am 17. Juli Tausende von Besucher in die Stadt, um den farbenprächtigen Umzug der traditionsreichen Festwagen anzuschauen. Viele wissen nicht, daß die Feierlichkeiten des seit über tausend Jahren abgehaltenen Gion Matsuri sich über den gesamten Monat Juli erstrecken. Die beste Informationsquelle in englischer Sprache findet sich auf den Seiten des Kyōto Visitor‘s Guide; ausführlicher und differenzierter werden die einzelnen Zeremonien auf den Seiten des offiziellen Tourismus Portals der Stadt Kyōto dargestellt. Dort findet sich auch eine Karte mit Ablauf des Festzuges. Genaue Beschreibungen der 23 kleinen (yama) und 9 großen (hoko) Festwagen mit Informationen zu Aufbauzeiten und Standort der einzelnen Wagen werden von der Zeitung Kyōto Shinbun aufgelistet.

Worin aber besteht nun die Faszination des Gion Matsuri? Ich habe das Fest bis jetzt nur einmal erleben können, im Juli 1987, aber ich erinnere mich noch gut an die Flöten- und Trommel Musik, die überall in der Stadt zu hören war und daran wie sich der Preis für eine Tasse Kaffee bei Shizuya plötzlich erhöhte. Ich erinnere mich an die gewaltigen Räder des Festwagens, der seinen Standort direkt vor meiner Sprachschule hatte, und dessen Aufbau ich nach und nach miterleben konnte. Und daran, daß die Räder der großen Festwagen sich nicht lenken liessen, sondern mit enormen Kraftaufwand und viel Geschick um die Ecke gezogen werden mussten. Am eindrucksvollsten aber war der Abend (heutzutage sind es mehrere) vor dem Umzug, als die Innenstadt komplett für Autos gesperrt worden war und die Menschen sich in den Straßen drängten, um die Festwagen im Schein unzähliger Laternen zu bewundern.

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