Yasaka Jinja

westliches Eingangstor des Yasaka Jinja Schreins

An meinem Rucksack hängen seit meinem letzten Japanaufenthalt zwei o-mamori, eines vom Kōryūji Tempel und eines vom Yasaka Jinja Schrein. Über die unglaubliche Wirkung der Statue des Miroku Bosatsu im Kōryūji habe ich bereits geschrieben, heute Abend möchte ich Ihnen etwas über die Bedeutung des Yasaka Jinja erzählen. 

Yasaka Jinja ist DER Schrein Kyōtos, seit über tausend Jahren beschützen die dort verehrten Gottheiten die Stadt und bewahren ihre Bewohner vor Krankheit und Unheil. Yasaka Jinja, der bis 1868 den Namen Gion-sha trug, ist der Grund für die Entstehung des Gion-Viertels – all die Pilger wollten beherbergt, verköstigt und unterhalten werden – und für die Popularität der Shijō-dōri, an deren östlichen Ende der Schrein liegt. Yasaka Jinja hält seit 869 das Gion Matsuri ab, welches zu den drei größten Festen Japans gehört, und jedes Jahr am 17. Juli Tausende von Besuchern in die Stadt strömen läßt.

Das Gute am Yasaka Jinja ist, daß er einfach (für einen) da ist. Das Schreingelände, welches abends im sanften Licht der Papierlaternen erscheint, ist rund um die Uhr frei zugänglich. Sein hellrot lackiertes Eingangstor ist von der Straße weithin sichtbar und vermittelt das gute Gefühl, das ein Besuch im Schrein jederzeit willkommen ist. Der frühe Abend – und definitiv jeder erste Abend in Kyōto – ist meines Erachtens die beste Zeit, den Yasaka Jinja zu besuchen. Wenn es draußen noch hell ist, aber die Laternen bereits angezündet worden sind, und wenn das Schreinbüro, welches dieo-mamori verkauft, noch geöffnet hat.

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