Yasurai Matsuri

ein großer roter Schirm

Kommenden Sonntag, den 11. April 2010, findet am oberhalb des Daitokuji gelegenen Imamiya Jinja eines der drei ungewöhnlichsten Feste Kyōtos statt: das Yasurai Matsuri. Seit Gründung des Schreins im Jahre 994 sollen die dort verehrten Gottheiten die Menschen vor Krankheit und Unheil beschützen. Zur Kirschblütenzeit jedoch lassen sich die Götter durch die in den Blüten lebenden Blumengeister leicht ablenken, sie wenden sich von den Menschen ab und in Folge dessen kommt es zum Ausbruch von Krankheiten. 

Daher gilt es, die Aufmerksamkeit der Götter durch unterhaltsame Feierlichkeiten zu fesseln. Beim Yasurai Matsuri ziehen rot- und schwarzhaarige Dämonen (oni), begleitet von zahlreichen Musikanten und Sängern, in wildem Tanz durch die Straßen. Die eigentliche Attraktion des farbenprächtigen Umzugs aber sind die großen roten Schirme, deren Blumenschmuck die Gottheiten in ihren Bann ziehen und zur Rückkehr in den Schrein bewegen soll. Es heißt, wer unter dem Schirm hergeht, der wird ein ganzes Jahr von Krankheiten verschont bleiben.

Der Umzug startet um 12:00 Uhr am benachbarten Kōnenji Tempel und erreicht den Imamiya Jinja gegen 15:00 Uhr. Dort angekommen führen die acht Dämonen den Yasurai Tanz auf; eine halbe Stunde später bewegt sich der Zug dann wieder zum Kōnenji. Scheint am Tag des Yasurai Matsuri die Sonne, so verspricht dies schönes Wetter für alle weiteren Feste im Kyōtoer Jahresablauf.

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